Endlich wieder Flic Flac, wie man ihn kennt und liebt! Nach dem Ausflug mit der stuntähnlichen Show, mit artistischen Einlagen, im letzten Jahr, im langen 8-Master, spielt man jetzt wieder im bekannten, runden Chapiteau. Hier springt der Funke gleich wieder über. Ein Großteil der Musik von Rammstein, die weiterhin aus der Konserve kommt, sowie einige Effekte wurden aber von der letztjährigen Show übernommen. Dafür ist aber der artistische Anteil deutlich erhöht worden. Nun aber zum Programm 2008 mit dem Titel „Underground.“
So betritt Tatjana Kastein, im Nachthemd, die Bühne, entzündet mehrere Streichhölzer, Feuersäulen schießen aus dem Boden, ein großes brennendes Herz wird entfacht und alle Artisten kommen durch die Aufgänge auf die Bühne. Sie alle schauen zu, wie Roman Konanchuk an der Vertikalkette hinaufklettert und Sprünge und Abfaller zeigt. Ebenfalls läßt er sich aus ca. 8 Meter Höhe auf eine Matte fallen. Zum Titel „ Die jungen sterben zu früh,“ bei dem ein Bild von Gilles Antares gezeigt wird, präsentiert Dave Blundell seine Akrobatik auf und mit dem BMX-Rad.
Mario Sandoval Navarro fährt mit dem Motorrad das Schrägseil hinauf. Darunter befestigt ein Trapez, an dem Bernadett Stock im Nackenhang hängt. Larissa Kastein zeigt ihre sehenswerte Handstandequilibristik in einem Art Becken, weil drei Herren sie ständig mit Wasser aus bereitgestellten Eimern übergießen.
Wieder fährt Mario mit dem Motorrad das Schrägseil empor, während Bernadett zuerst im Spagat und dann im Fersenhang dabei am Trapez hängt. Am Reck arbeiten die vier Herren von High Bar teilweise synchron. Motorradmotoren heulen auf, doch nur der Comedian Davidoof dreht mit seinem Elektrodreirad auf der Bühne eine Runde.
Seine zwei leuchtenden Diabolos schleudert Alexander Xelo bis unter die Circuskuppel, aber auch drei und sogar vier Diabolos hält er professionell in der Luft. Eine Liebesgeschichte am Trapez zeigen das Duo Navaku, doch läßt der Herr seine Partnerin zum Abschluß in das gespannte Netz gleiten. Bis zu sieben Hula-Hoop-Reifen läßt Alla Domokos variantenreich um ihren Körper und Hände kreisen, ebenfalls die Spirale.
Sergey Dimitrov und Dimitri Makrushin präsentieren danach eine ansehnliche Hand-auf-Hand-Akrobatiknummer und dies u.a. auch im Männerspagat. Für Gelächter sorgt dann Davidoof mit seiner Kerzenorgel. Ein waghalsiges Tempo legen
Tito Vanegas und Nilton Martinez Gama in und auf dem Todesrad zu u.a. auch mit dem Blindlauf und dem Seilspringen. In der Pause wird das fliegende Trapez nebst Netz für die Flying Baetas aufgebaut. Doch bevor die vier Herren so richtig loslegen können, zeigt noch das weibliche Mitglied dieser Truppe eine kurze Arbeit am Luftring. Zu sehen gibt es bei den Baetas neben einigen Sprüngen natürlich den 3-fachen und die Passage.
Als Brautpaar unterhält danach Mario Sandoval Navarro das Publikum. Welche der beiden Kastein Schwestern die bessere Handstandequilibristin ist, ist schwer zu sagen, denn beide haben ihren eigenen Stil und so präsentiert Tatjana Kastein ihre Künste auf einer spiegelnden schiefen Ebene. Die Truppe Los Diables del Fuego bieten danach argentinische Folklore dar u.a. mit Trommeln, Steppen und Bolas. Als Davidoof-Trio am Pseudoschlagzeug,
-klavier und -bass sorgt dann Comedian Davidoof für Gelächter.
Die Kugel darf in einem Flic Flac Programm nicht fehlen und so fahren zum guten Schluß acht Motorräder in dem Speed of Globe. Auch Davidoof mit seinem Dreirädchen würde sehr gerne mitfahren, darf aber nicht. Eine Kombination aus Strapaten-, Vertikaltuch- und Trapezarbeit, dies aber alles in Netzform zeigt dann Julia Galenchyk u.a. mit Auf- und Abrollen, Abfaller, Spagat und Fersenhang. Nochmals die Truppe High Bar. Dieses Mal verstärkt durch noch einen Herren zeigen sie Salti und Schrauben auf dem Trampolin und dies bis zu 3-Mann-hoch.
Während die Bühne zu einer Wassermanege umgebaut wird, betätigt sich Davidoof im Hauptaufgang als Beatboxer. Ira Rizaeva jongliert danach im Wasser mit fünf brennenden Bällen, drei brennenden Keulen und zwei Feuerbolas, wobei sie noch Gas entzündet und es so aussieht, als brenne die ganze Wasseroberfläche. Ein noch nicht im Programm aufgeführter Artist, der dem Vernehmen nach mit seinem noch erkrankten Partner eine Klischneggnummer zeigen wird, präsentiert zum Schluß noch Flic Flacs, Salti und Pirouetten im Wasserbecken. Zum großen Finale planschen alle Artisten ausgelassen im Wasser, während es von oben aus der Kuppel regnet.
Mehr Informationen zu Flic Flac unter www.flicflac.de