Circus Universal Renz 2008

Reviewed by Holger Gensel Germany 

 

In seiner Heimatstadt, Friedberg, startete der Circus Universal Renz nach seiner fast dreimonatigen Sommerpause in den zweiten Teil der Saison 2008. Zwar stand das Gastspiel unter keinem guten Stern, denn zu einigen verletzten Artisten reite sich noch ein Hochseilartist ein, der während der Probe vom Seil gestürzt war und mit Frakturen ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Doch man konnte trotzdem aus einem reichhaltigen Repertoire schöpfen, was das Friedberger Publikum auch mit viel Applaus honorierte.

 

Nun aber zum gesehenen Programm, indem Clown Pom-Pom die Sicherheitshinweise im bereits aufgebauten Zentralkäfig, auf seine lustige Weise, präsentiert, bevor der Renz-Marsch erklingt, der wie die ganze Begleitmusik, dieses Jahr, aus der Konserve kommt. Danach führt Direktor Daniel Renz seine sechs Tiger u.a. mit Hochsitzer, Sprüngen, Balken- und Slalomlauf sowie dem Abliegen, vor. Ab und zu ist auch mal die Tigergruppe von Donnerts zu sehen, die man zu Beginn des Jahres übernommen hat.

 

Clown Pom-Pom unterhält danach das Publikum mit einem Klatschwettbewerb und dann als Dirigent seines, aus Freiwilligen aus dem Publikum, zusammengestellten Orchesters. Eine sehr dezimierte Camadi-Truppe, bestehend aus nur drei jungen Männern, zeigt dann u.a. den Scheinabsturz, das Überspringen einer liegenden Person, den Rückwärtslauf, das Seilspringen, die Schubkarre sowie das 2-Mann-hoch, auf dem Hochseil.

 

Bodenständig und ein Urgestein im Circus Universal Renz ist Jack Bremlov mit seiner Jonglage von bis zu fünf Keulen, mit vier Bällen sowie drei Fahnen. Ebenso legendär sind auch Maria Bizzarros Säbelbalancen über die Leiter. Sechs Kamele werden dann von Daniel Renz jun. u.a. mit Richtungswechsel, Formationen, Gegeneinanderlauf und Walzing, präsentiert. Ebenso führt er im Anschluß sieben Lamas und drei Esel vor, wovon fünf Tiere eine Runde zwischen Logen und Gradin laufen dürfen.

 

Überrascht hat an diesem Abend „Maya“ der einzige rasierende Elefant, mit einer sehr ansehnlichen Einzelfreiheit, dirigiert von Direktor Daniel Renz. Clown Pom-Pom dreht im Anschluß mit seinem imaginären Auto, unter Publikumsbeteiligung, einige Runden in der Manege.

 

Danach präsentiert Claudia Bremlov ihre Fußantipodenspiele mit mehreren Rollen und dem Aufstapeln von zehn Kisten. Jockeyreiterei par Exelance zeigen dann die vier Herren und eine Dame der Donnerts-Familie bevor unter viel Gelächter mit dem Amateurreiten die Pause eingeleitet wird.

 

Noch bevor Patricia Renz ihre sechs holländischen Friesen u.a. mit Formationen, Walzing, Richtungswechsel, Gegeneinanderlauf, zwei Rückwärtsläufern, einem Schaukelpferd sowie einer dreifachen Flechte, vorführt, eröffnet Yvonne Lübben den zweiten Teil mit der gerittenen hohen Schule.

 

Eine Kombination aus Ringtrapez- und Trapezarbeit zeigen dann Tatiana Lenta und Galina Szabo als Duo Tagal, während im Anschluß Clown Pom-Pom seinen Teddy fliegen läßt. Kraftvoll und ausdrucksstark ist die Hand-auf-Hand-Akrobatik des Duos Paschenko.

 

Als lustige Kaskadeure präsentieren sich dann die Lagronis als Blues Brothers. Als Simbabwe Boys und Girls verbreiten drei Herren und eine Dame gute Laune mit Mastakrobatik. Clown Pom-Pom hingegen legt sich im Entree „das Spielen ist hier verboten“ mit Herrn Direktor an. Mit dem Lauf im und auf dem Todesrad, sowie dem Seilspringen und dem Blindlauf, beenden zwei Herren der Camadies den zweiten Teil des Programms. Beim anschließenden großen Finale werden nochmals alle mitwirkenden Artisten namentlich vorgestellt.

 

 

Weitere Informationen zum Circus Universal Renz unter www. universal-renz.de